„Ich habe mir ein Bild gemacht.“ ~ Wie oft haben wir diesen Satz schon formuliert, verbunden mit dem Gedanken: Ich kenne mich aus! Ich habe es verstanden! In Wahrheit haben wir uns jedoch nur eine oberflächliche Meinung gebildet. Ein Urteil, das angereichert ist mit vielen Annahmen, Überzeugungen und vorgefertigten Bildern. Wir haben uns wenig Raum gelassen, um das Offensichtliche zu hinterfragen. Wollen wir neue Wege einschlagen und Zukunft gestalten, dürfen wir uns von diesen engen Realitäten verabschieden und den Blickwinkel ordentlich erweitern.
Laut Zukunftsforschung ist Zukunft nicht ein fixer Punkt, auf den wir zusteuern, sondern ein sich mit der Zeit öffnenden Trichter möglicher Entwicklungen. Je weiter der Blick in die Zukunft reicht, desto breiter wird der Raum des Denkbaren.
Zukunft ist gestaltbar. Der Verlauf der Zukunft ist weder vorhersagbar noch entwickelt sie sich völlig chaotisch.
vgl. Van der Heijden, Kees, 1996; H. Kosow, R. Gaßner, 2008

Der Zukunfts-Trichter, geprägt von Ute von Reibnitz Szenario Methodik, macht sichtbar, dass es nie nur eine Zukunft gibt, sondern immer mehrere mögliche, wahrscheinliche und wünschenswerte Pfade zugleich. Wer Zukunft gestalten will, braucht deshalb kein starres Ziel am Horizont, sondern klare Bilder davon, wohin die Wege führen könnten.
Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass er sie erschaffen kann.
Dr. Florence Gaub, Politikwissenschaftlerin, NATO-Militärstrategin & Zukunftsforscherin
Laut Florence Gaub ist die Zukunft ein Möglichkeitsraum und die einzige Chance, ein Stück Klarheit in die „unordentliche“ Zukunft zu bringen, ist das Gestalten von Szenarien. (vgl. Ö1, PUNKT EINS, 8. Jänner 2026)
Mein Weg, um zu diesen Szenarien zu kommen, besteht aus fünf Schritten:
Die Theory U von Otto Scharmer bildet diesen Prozess in sehr anschaulicher Weise ab.
Für das Gestalten von Szenarien habe ich mir vor einigen Jahren ein Set an Dominosteinen gekauft. Jeder Stein eine Handlung. Durch das Aneinanderreihen der Steine definieren wir mögliche Handlungsabfolgen. Durch die Auswahl jenes Steines, der alle anderen ins Rollen bringt, entscheiden wir uns für eine initiale Handlung, samt der daraus folgenden Konsequenzen.

Das Dominospiel zeigt Abhängigkeiten, Verbindungen, Chancen und Konsequenzen auf. Ich verwende dieses Spiel gerne aus zweierlei Gründen: 1) um Komplexität sichtbar zu machen und ein mögliches Handlungs-Bild zu skizzieren: WAS WÄRE, WENN ... 2) um bewusst zu machen, dass es immer ein Stein ist, der die Sache initial ins Rollen bringt. Diesen Stein hältst du in der Hand!
… du jetzt die Steine in die Hand nimmst und ins Gestalten kommst?

Der Lehrgang CHANGE MINDSET & PERSONAL GROWTH ist jetzt schon zum dritten Mal das Spielfeld, um die eigenen Zukunftsszenarien zu entwickeln. Über vier Monate und vier Module bleiben wir dran an der Zukunft und dem eigenen sowie dem gemeinsamen Weg dorthin.
Quellen:
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