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Unser Gehirn braucht Verbundenheit!

Illustration des Gehirns als soziales (verbundenes) Organ
Unser Gehirn ist ein soziales Organ, das dazu neigt sich zu verbinden. Das Gefühl des Abgetrenntseins erzeugt Angst. Achtsamkeitspraxis als Weg zur Verbundenheit.

Das menschliche Gehirn ist ein soziales Organ, und seine neuronale Architektur ist auf zwischenmenschliche Verbundenheit hin angelegt. […] Ein gesundes Gehirn neigt ganz natürlich dazu, sich zu verbinden. Abtrennung macht das Gehirn nervös.

Ein gesundes Gehirn neigt ganz natürlich dazu, sich zu verbinden.“ – der Satz hallt in meinem Gehirn nach. Gefühlt nicken jetzt sämtliche (Spiegel)Neuronen bestätigend mit ihren Köpfen, erheben mahnend den Zeigefinger und rufen im Chor „Ich hab’s immer gesagt!“.

… wir brauchen das Miteinander wie einen Bissen Brot!

Treten wir mit unseren Mitmenschen in Verbindung, sei es durch ein Gespräch oder ein Lächeln, werden unsere Spiegelneuronen aktiviert. Dabei handelt es sich um jenes neuronale Netzwerk, das dafür verantwortlich ist, dass sich bei uns das Gefühl der Verbundenheit einstellt. Es ermöglicht uns, die Gedanken anderer Menschen zu lesen und sich in sie einzufühlen. Empfindet mein Gegenüber Freude, partizipiert mein Gehirn ebenfalls daran. Das Ping-Pong-Spiel der Gefühle kann beginnen.

Die Erfahrung des Abgetrenntseins erzeugt Angst“, schrieb Erich Fromm, der große Sozialpsychologe. „Sie ist, in der Tat, die Quelle sämtlicher Angst.“ Unser Gehirn ist auf die Verbindung mit anderen hin vernetzt. Gelingt es uns nicht, uns zu verbinden, dann können wir nicht wachsen und gedeihen, das hat die Forschung zu diesem Thema hinlänglich bewiesen.

Illustration Verbundenheit

Verbundenheit schaffen

Dieser Angst des Abgetrenntseins können wir auf zwei Ebenen begegnen, auf der Ebene des Wahrnehmens und auf der des Handelns.

1 – Wahrnehmen: „Im Auge des Sturms herrscht immer Stille.“

Dieser Satz hat mich schon oft aus der Angst geholt und mir den Mut geschenkt hinzusehen. Wenn es ums Wahrnehmen geht, brauchen wir diesen Mut. Die Innenschau eröffnet uns einen ersten Blick auf unsere inneren Bilder, sprich jene Muster, die unser Wahrnehmen beeinflussen.

  • In welchen Momenten fühle ich mich sozial abgetrennt?
  • Welcher Gedanke begleitet dieses Gefühl des Abgetrenntseins?
  • Ist der Gedanke wahr? Kann ich 100% sicher sein, dass es wahr ist?
  • Was fühle und denke ich, wenn ich diesen Gedanken denke?
  • Was wäre ich ohne diesen Gedanken?

Diese hypothetischen Fragen helfen uns unsere Glaubenssätze zu hinterfragen, ihre Wirkung bewusst zu machen und damit den Grundstein für Veränderung zu legen.

2 – Handeln: Dem Wahrnehmen folgt im Idealfall ein reflektiertes Handeln. Ein Handeln, das immer beim ICH beginnt und seine Kreise Richtung DU zieht.

Einer der Wege der Verbundenheit führt über die Metta-Meditation. Metta wird mit Freundlichkeit‚ liebende Güte oder bedingungslose Liebe übersetzt. Die Metta-Mediation vermittelt den Meditierenden ein Gefühl von Liebe und Wohlwollen sich selbst und anderen gegenüber. Die Metta-Meditation erfolgt in 5 Stufen:

  1. Entwickle Wohlwollen und Freundlichkeit gegenüber dir selbst.
  2. Lass anderen Person Wohlwollen, Freundlichkeit und Liebe zukommen.
  3. Lass einer Person, zu welcher du kein spezielles Verhältnis (weder Zu- noch Abneigung) hast, Wohlwollen zukommen.
  4. Lass einer Person, mit der du Ärger hast, Wohlwollen zukommen. Der Ärger soll nicht in den Vordergrund treten, visualisiere die Person einfach als Mensch mit ihren Sehnsüchten und Ängsten.
  5. Lass deine liebevollen und wohlwollenden Gefühle frei und lass sie über alle Personen hinweg fließen.

Meditation hinterlässt Spuren im Gehirn!

Studienergebnissen (B. Fredrickson) zufolge führt die regelmäßige Durchführung der Metta-Meditation auf mehreren Ebenen zu Veränderungen:

  • Mentale Ebene: die Meditierenden sind besser in der Lage achtsam im Hier & Jetzt zu sein und positive Ereignisse zu genießen.
  • Psychologische Ebene: die Selbstakzeptanz der Meditierenden steigert sich.
  • Soziale Ebene: die Meditierenden können tiefere Beziehungen aufbauen und sind sich der Verbundenheit zu anderen bewusst.
  • Physische Ebene: die Meditierenden sind gesünder.

Verbundenheit erhöht die psychische Widerstandskraft (Resilienz). Sie lässt uns wachsen und stärkt unsere positive Grundeinstellung. Positive Emotionen erweitern (broaden) wiederum unseren Horizont und ermöglichen uns einen größeren Denk- und Handlungsspielraum. Der Kreislauf von Inner Growth und Inner Transformation nimmt seinen Lauf.

Sie möchten Ihrer persönlichen Entwicklung Zeit schenken? Der Lehrgang „Inner Transformation & Resilienz“ begleitet Sie dabei.

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